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Für *Menschenkenner

Ruhrpott-Männer #1: Der T-Shirt-Freund

10. Dezember 2013
Von Jule D. Körber

Heimat ist kein Ort, Heimat ist ein Gefühl: Jule D. Körber trifft in ihrer Wahlheimat Essen und drum herum viele Menschen. Die kuriosesten Begegnungen mit „Männern vonner Ruhr“ sammelt sie hier.

Essen, Sonntagmorgen, auf dem Weg zur U-Bahn. Ein hübscher Kerl taumelt mir entgegen, nimmt seine Sonnenbrille ab, stellt sich vor mich und liest zögernd mein T-Shirt: „No No No No No …“ Er erkennt den Songtext, fängt an zu singen. Ich steige ein, bei der Zeile „There`s no limit!“ tanzen wir schon. Dann fragt er: „Woher und wohin, schönes Mädchen?“ Ich zeige auf das WAZ-Schild an einem Kiosk: „Zur Arbeit, sonst hast Du morgen keine Zeitung.“ Er küsst mich kurz, geht dann kopfschüttelnd in den Kiosk: „Ne, oh ne, so ein schönes Mädchen mit so einem coolen T-Shirt und arbeitet für so ein Schmierenblatt. Was für eine Verschwendung.“


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