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Für *Fotografen

Lasst die Spiele beginnen

3. November 2013
Von Jakob Hinze

Jakob aus Hamburg ist Autor bei TONIC

Texte von Jakob
autor@tonic-magazin.de

Jakob Hinze

Feierliche Fackelentzündung im Netz: „emerge“ und „TONIC“ beginnen heute ihre Medienpartnerschaft. Die Plattform für jungen Fotojournalismus und wir wollen in Zukunft zusammenbringen, was zusammengehört: Bild und Text. Den Auftakt macht eine Geschichte aus dem russischen Sotschi, das im Februar 2014 die Olympischen Winterspiele beherbergen wird – und dafür einen hohen Preis zahlt.

Ganz billig werden sie nicht. Noch bevor die ersten Wettkämpfe geschlagen und die ersten Medaillen vergeben sind, steht von den Olympischen Winterspielen 2014 eines fest: Sie werden die teuersten aller Zeiten werden. Rund 37,5 Milliarden Euro lässt sich Russlands Präsident Wladimir Putin das prestigeträchtige Unterfangen kosten. Mit der geballten Kraft des Kapitals wurde damit während der letzten fünf Jahre eine komplette Infrastruktur buchstäblich aus dem Boden gestampft. Was man halt so braucht, um eines der größten Sportereignisse der Welt adäquat über die Bühne bringen zu können. Von nichts kommt nichts. Und was zuvor da war, muss weichen.

Die Flora und Fauna in der Region am Schwarzen Meer ist bei dem Aufbau eines Olympiageländes zumeist nur ärgerliches Hindernis – und wird dementsprechend von den Organisatoren behandelt. Doch nicht nur Umweltschützer klagen darüber, welch tiefe Narben die nicht einmal dreiwöchigen Spiele in und um Sotschi hinterlassen werden. Auch die Bewohner der Region, die für die Bauarbeiten teilweise umgesiedelt wurden, müssen täglich mit der brachialen Umgestaltung ihrer Heimat leben.

Doch immerhin: Der Rubel rollt. Drei Milliarden Euro verdient das Olympische Komitee allein daran, dass wir uns den Spaß im Februar im Fernsehen anschauen können.

Vitus Saloshanka hat den rasanten Wandel in der Region Sotschi fotografisch dokumentiert. Seine Bilderstrecke „High Hopes“ seht ihr auf emerge-mag.com. Emerge bietet jungen Fotografinnen und Fotografen einen hochwertigen Rahmen, in dem sie ihre Arbeiten von überall auf der Welt veröffentlichen können – und einen gestalterischen Freiraum, wie ihn nur wenige etablierte Publikationsformen gewähren. Insofern leistet emerge im Bereich des jungen Fotojournalismus das, was TONIC vor allem für das geschriebene Wort zu leisten versucht. Damit wir im Bilde bleiben, sollen in Zukunft an dieser Stelle gemeinsame Produktionen von emerge und TONIC folgen. Dies ist nur der erste Spatenstich. Aber die Spiele werden beginnen.


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