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17. November 2013
Von Helene von Schwichow

Helene aus Berlin ist Plattenspieler-Redakteurin bei TONIC

Texte von Helene
autor@tonic-magazin.de

Helene von Schwichow

Mit „Schau in den Lauf Hase“ ist der deutschen Songwriter-Supergroup „Die höchste Eisenbahn“ um Moritz Krämer und Francesco Wilking ein fröhliches, skurriles und zugleich tiefsinniges Debütalbum geglückt.

Die höchste Eisenbahn rollt nicht, sie gleitet beschwingt die Schienen entlang und ihrem Ziel entgegen. Nur wohin? Raus aufs Land? Dorthin, wo es keine Busse gibt und die Landluft so frei macht? Vielleicht. Vielleicht auch nach Berlin. Das spielt auch gar keine Rolle, denn bunt blinkend, klappernd und singend bahnt sich diese Eisenbahn ihren Weg übers Land, um ihren Passagieren kleine, sorgfältig in Watte verpackte Geschichten zu erzählen, die glücklich machen.

Der ganz spezielle Eisenbahn-Sound

Die höchste Eisenbahn ist keine Band, sie ist eine Supergroup. Bestehend aus Singvögelchen Moritz Krämer, Francesco Wilking von Tele, Multiinstrumentalist Felix Weigt (Kid Kopphausen, Spaceman Spiff) und Max Schröder, der Hund bei „Olli Schulz & der Hund Marie“. Vor einem Jahr war die höchste Eisenbahn noch ein nettes Songwriter-Projekt mit niedlich-romantischen Texten. Mit dem Debütalbum „Schau in den Lauf Hase“ haben die vier jetzt einen völlig eigenen, poppigen Stil entwickelt, der verspielt mit Discobeats und Casio-Flöten hantiert.

Immer knapp am Kitsch vorbei

Was ihre Texte angeht, fährt die Eisenbahn auf einer extrem schmalen Brücke immer haarscharf am Abgrund des Kitschs entlang, ohne dabei jemals abzustürzen. Die Geschichten, die Moritz Krämer und Francesco Wilking in den 13 Songs auf „Schau in den Lauf Hase“ erzählen, sind mal ganz aus dem Leben gegriffen, mal total skurril. So erzählt der Song „Aliens“ von einem völlig verpennten Typen, der morgens auf der Straße dahergelaufenen Aliens erklären muss, warum er der letzte Mensch auf der Welt ist – per Handyvideo. „Isi“ will nicht bei Robert bleiben, obwohl er doch nur will, dass sie „die Tür von innen zumacht“. Und der Track „Was machst du dann?“ fragt, was zu tun ist, wenn man eigentlich alles hat und trotzdem plötzlich den Boden unter den Füßen verliert.

Die höchste Eisenbahn ist das ideale Heilmittel gegen die Volkskrankheit „Frust über die deutsche Bahn.“ Das Album „Schau in Lauf Hase“ verkürzt garantiert Wartezeiten, hebt die Stimmung und nimmt seinen Hörer mit auf eine fröhlich-fantasievolle Reise durch die Realität.

Das Album „Schau in den Lauf Hase“ ist am 08.11.2013 auf Tapete Records erschienen.

Die höchste Eisenbahn geht auf Tour:

08.01.2014   Hamburg (Knust)
09.01.2014   Darmstadt (Centralstation)
10.01.2014   Köln (Studio 672)
11.01.2014   Stuttgart (Merlin)
05.02.2014   Dresden (Groove Station)
06.02.2014   Wien (B 72)
07.02.2014   München (Kranhalle)
08.02.2014   Erfurt (Museumskeller)
09.02.2014   Essen (Zeche Carl)
11.02.2014   Aachen (Musikbunker)
12.02.2014   Leipzig (Nato)
13.02.2014   Hannover (Lux)
14.02.2014   Bremen (Tower)
15.02.2014   Osnabrück (Glanz & Gloria)
16.02.2014   Berlin (Lido)


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