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Für *Allürenfreie Rockstars

Kater statt Lampenfieber

28. September 2013
Von Kim Nienau

Clemens und Philip, die Jungs von Milky Chance, brauchen nicht lange vor dem Spiegel und haben die Haare trotzdem schön. Im Gespräch mit TONIC-Autorin Kim Nienau, die vor ihrem Auftritt auf dem Summertime Festival mit der Band traf, sprechen sie über kommende Europatourneen, Liebesbriefe auf Facebook und ihren besten Song.

Milky Chance auf dem Summertime Festival 2013

Milky Chance auf dem Summertime Festival 2013

Wie seid ihr zur Musik gekommen und warum habt genau ihr Zwei euch gefunden?

(Clemens und Philipp gucken sich an) Clemens: Ja, warum eigentlich wir Zwei?

Philipp: Wir sind in der 11. Klasse zueinander gekommen, wir waren im selben Musik-Leistungskurs. Dort haben wir direkt vom ersten Tag an zusammen Musik gemacht. Die Besetzung war da noch etwas anders: ich an der Gitarre und Clemens am Bass. Das ging dann bis zum Abi so, danach sind von der Band ein paar ins Ausland gegangen oder haben was anderes gemacht. Clemens und ich waren noch in Kassel...

Clemens: ...und haben das zu zweit weiter gemacht.

Keine Freunde der Großstadt

Was ist das Beste an eurer Heimatstadt Kassel?

Philipp: Was wir an Kassel ziemlich feiern, ist die Größe: Es ist klein, aber nicht zu klein. Da geht schon was von wegen Szene und Feiern und Musik. Aber es ist halt auch nicht so riesig, dass man sich darin verliert.

Clemens: So wie in Berlin oder so. Wir sind nicht so die Großstadtmenschen.

Aber nächstes Jahr geht es weiter raus, da weitet sich eure Tour auf Europa aus.

Philipp: Ja, genau wir sind dieses Jahr in Deutschland und der Schweiz unterwegs.

Clemens: Und nächstes Jahr geht’s dann nach Österreich, die Niederlande und Skandinavien. Dann wird’s noch ein bisschen größer.

Seid ihr denn noch aufgeregt bei euren Auftritten?

Philipp: Doch, man ist schon noch aufgeregt. Also jetzt gerade nicht. Aber wir haben auch gestern ein bisschen gefeiert.

Clemens: Wir sind jetzt eher ein bisschen verballert.

Ist euch schon mal was Peinliches bei einem Auftritt passiert?

Philipp: Ja, man verspielt sich mal oder macht mal einen Fehler, aber wir können da ganz gut drüber lachen.

Clemens: Auf dem Dockville hab ich mal eine ganze Strophe vergessen.

Habt ihr denn auch Vorbilder, die euch inspirieren?

Clemens: Viele Singer/Songwriter höre ich gerne, zum Beispiel Tallest Man on Earth, Ben Howard, Bob Dylan, James Blake, viel Electro, eigentlich bunt gemischt. Wenn ich ein Lied geil finde, ist mir das immer egal, von wem das ist. Gerade in der Electro-Szene gibt es da so viele Lieder und Interpreten.

Der nächste Song ist immer der beste

Welchen Song auf eurem neuen Album findet ihr selbst am besten gelungen?

Philipp: Als das Album gerade erst fertig war, fanden wir „Sadnecessary“ am besten gelungen, glaube ich. Weil wir das jetzt aber sehr viel gespielt haben, ist das nicht mehr unbedingt so.

Clemens: Wir haben letzte Woche ein neues Lied gemacht, das finden wir momentan am besten. Aber ich glaube, das wechselt sich immer ab.

Wie sieht es mit den weiblichen Fans aus. Gibt es welche, die Briefe schreiben oder solche Sachen?

Clemens: Briefe? Nee, so oldschool ist das heute nicht mehr, das läuft alles über Facebook. Also wir sind keine wilden Rockstars. Keine Groupies.

Philipp: Wir sind da ein bisschen konservativ (lachen).

Wie lange braucht ihr denn vor dem Spiegel?

Clemens (wuschelt sich durch die Haare): Gar nicht lange.

Philipp: Spiegel ist nicht so unser Blatt.

Kim Nienau (l.) im Interview mit Philipp und Clemens (r.) von Milky Chance

Kim Nienau (l.) im Interview mit Philipp und Clemens (r.) von Milky Chance


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