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Für *Feuerwehrmänner

Wie war’s: Fluthilfe in Dresden II

6. Juni 2013
Von Christopher Kammenhuber

Christopher aus Dresden ist Autor bei TONIC

Texte von Christopher
autor@tonic-magazin.de

Christopher Kammenhuber

Die Lage in Dresden bleibt angespannt, noch immer ist der Scheitelpunkt nicht erreicht. Doch je größer die Not wird, desto engagierter sind die Fluthelfer, wie Claudius (23) aus Leipzig. Solange die Pegel nicht sinken, hält TONIC euch an dieser Stelle auf dem aktuellen Wasserstand.

Claudius im Kampf gegen die Naturgewalt

Claudius im Kampf gegen die Naturgewalt

Wie lange leistest Du schon Hilfe bei der Flutbekämpfung?

Erst seit heute Vormittag an den Staudämmen. Ich bin gestern erst aus Leipzig hergekommen.

Du bist extra angereist?

Ich habe bis vor kurzem dreieinhalb Jahre in Dresden gewohnt und ich verspüre noch eine gewisse Verbundenheit zu der Stadt, zu den Einwohnern und natürlich zu meinem Bekannten- und Freundeskreis. Bei einer Naturkatastrophe kann ich meinen Teil dazu beitragen, die Orte, die direkt vor meiner Haustür lagen, auch zu schützen.

Und, erfolgreich gewesen?

Ich konnte zwar nur einen kleinen Teil leisten, da ja schon viele Helfer vor Ort waren. Aber wenn man sich erst zwischen den Helfern eingereiht hat, findet man schnell Anschluss und kann etwas beitragen.

Durch aktuelle Updates zum Beispiel von Fluthilfe Dresden finden sich unzählige Menschen zusammen. Verläuft die Koordination vor Ort genau so reibungslos?

Erstaunlicherweise schon. Zwar wirkt es anfänglich echt ungeplant, weil wirklich viele Helfer auf den Beinen sind. Die Zahl der Helfer nahm im Laufe des Tages ja weiter zu. Wenn die Leute sich einreihen, ergibt sich dann irgendwie ein System. Durch die grobe Koordination durch das THW, die Feuerwehr oder die Bundeswehr entsteht dann eine Struktur, auch wenn es auf den ersten Blick nicht so scheint.

Wie ist die Stimmung unter den Helfern?

Erstaunlich gelöst und gut. Von Untergangsstimmung oder Panik ist nichts zu spüren. Viele sind motiviert und suchen regelrecht nach Stellen, wo sie helfen können. Wenn beispielsweise eine neue Fuhre Sandsäcke an den Dämmen ankommt, sind gleich Massen vor Ort und helfen, den LKW zu entladen. Die Menschenketten sind schnell organisiert. Die Säcke kommen dann hoffentlich auch zu ihrem Bestimmungsort.

Morgen geht's für Dich dann weiter?

Für morgen ist der Scheitelpunkt prognostiziert. ich werde auf jeden Fall nochmal losziehen und schauen, wo Hilfe benötigt wirkt.


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