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Für *Sonnenanbeter

Winterdepressionen

31. Januar 2013
Von Marc Eppler

Marc aus Freiburg ist Redakteur bei TONIC

Texte von Marc
autor@tonic-magazin.de

Marc Eppler

Im fünften Teil seiner Kolumne "Überschätzt!" kämpft Marc gegen Winterdepressionen an und versucht die graue Mauer mit Lebensfreude und Sonnenbrille zu durchbrechen. Doch das verrückte Wetter scheint auch an ihm nicht spurlos vorbeigegangen zu sein.

Harter Kampf gegen den grauen Schleier

Harter Kampf gegen den grauen Schleier

Guten Tag. Weiß noch jemand wie die Sonne aussieht? Welche Farbe der Himmel hat, wenn er nicht von diesem tristen, grauen und lebensverneinenden Schleier verdeckt ist? Bestimmt nicht. Schleier? Das stimmt nicht. Das ist eine Mauer, ein Universum, das da zwischen uns und den zarten Strahlen güldener Lebensfreude liegt – verdammte Scheiße. Ich hab’s Oberkante-Unterlippe. Und es fällt mir verdammt schwer, meinen Stimmungsbarometer täglich im grünen Bereich zu halten.

Kein Grund, Sand in den Kopf zu stecken.

Doch es bleibt wohl mir nichts, dir nichts anderes übrig. Also gute Miene zum Bösen, spiel mir das Lied vom Tod und raus aus der Bude. I wear my sunglasses at Nieselregen, so schaut’s aus. Und es wirkt. "I’m in the rain" wie Doherty aber happy wie McFerrin. Das bedeutet zwar nicht, dass ich den deutschen Winter nicht trotzdem jeden Morgen lauthals und aufs übelste beschimpfe, aber es fühlt sich doch schon alles viel besser. Denn das Leben ist schön, auch unter dem Graustufenregenbogen. Man muss sich nur zu helfen wissen. Aus Wolkendecken machen wir Wolldecken, mit Regenwasser kochen wir Tee und brauen Bier. Zu Blitzen tanzen wir Discofox und zu Donner machen wir einen auf Headbanger. Mit Hagelkörnern spielen wir Golf und den Schnee… Ach ja, es schneit ja nicht. Schade.

Jedenfalls hilft es nicht, Sand in den Kopf zu stecken. Und wo kommen wir denn da hin, wenn jeder fragen würde, "wo kommen wir denn da hin"? Und vor allem, wenn alle monatelang 'ne Fresse ziehen würden. Dennoch muss das langsam aufhören da oben. "Fahrt mehr Auto, sonst wird es hier nie warm", skandiert die zynische Netzgemeinde. Das ist doch aber keine Lösung. Alkohol auch nicht. Denn wie schon Einstein wusste, "Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind." Jakob Augstein wusste das auch. Aber Einstein hat einen Nobelpreis, während es Augstein nur auf die Liste des Simon Wiesenthal Centers geschafft hat. Tja, Augstein um Augstein, Zahnstein um Zahnstein. Also aufgepasst, ihr Lieben, sonst müsst ihr zum Zahnarzt, und das mag keiner. Nicht mal bei Sonnenschein. Aber von dem sind wir ja eh so weit entfernt, wie die Erde von der Sonne. Sachen gibt’s.

Schokolade. Sex. Saufen.

Lange Rede, kein Sinn. Ich schweife ab. Es regnet immer noch. Fehlt nur noch die Sintflut und diesem Text die Sinnflut, denn was mach ich? Ich wetter’ und das nervt. Weil mich das Wetter nervt. Aber um noch mal das Thema aufzugreifen mach ich 'n Radschlag und geb’ euch 'nen Ratschlag. Fragt einfach mal euren Freund, eure Freundin, was er oder sie oder es für Gegenmittel gegen die Winterdepression in Petto hat. "Die drei S", meinte die meinige, "Schokolade. Sex. Saufen." Nun, ich persönlich bin kein großer Fan von Schokolade, aber hey, einen Versuch ist es Wert. Also kein Grund, Trübsal zu blasen. Ha ha. Ich halte jetzt besser die Luft an und schreibe den Text fertig. Fertig.


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Kommentare

TobiAm 31. Januar 2013

Nett, aber nichtssagend. "Kolumne" jedenfalls, scheint mir dafür ein bisschen hochgegriffen. Aber vielleicht wollte da jemand den Leser einfach nur ein wenig verepplern.

Grüße, Tobi

FabienneAm 31. Januar 2013

"I wear my sunglasses at Nieselregen" - hat Potential, mein neues Lebensmotto zu werden!

GroovyAm 2. Februar 2013

"Ich wetter’ und das nervt. Weil mich das Wetter nervt." Ach ja, super. Meine Lehrerin in der Mittelstufe hätte mich ausgelacht ob so einer Zumutung. "Lange Rede, kein Sinn" - zum Glück hast Du es ja selbst gemerkt.

MarcAm 2. Februar 2013

Ich weiß zwar nicht warum du meine Texte noch liest, wenn du sie so furchtbar findest, aber da du es dir offensichtlich zur Aufgabe gemacht hast, alles von mir zu kritisieren, warte ich einfach auf den Tag, an dem etwas Konstruktives rüberkommt. Da hätten wir nämlich alle mehr davon. Danke.

GroovyAm 4. Februar 2013

Bisher waren so ziemlich alle Kommentare zu Deinen Artikeln (außer von Deinen Freunden/Tonic-KollegInnen) negativ, aber durchaus konstruktiv. Dem begegnest Du durchweg ignorant, achselzuckend und mit Da-sind-wir-wohl-unterschiedlicher-Meinung-Attitüde. Fazit daraus: Es bringt nichts - Du musst ganz alleine lernen zu Schreiben oder mit (nicht immer konstruktiver) Kritik umzugehen, wenn Du sie schon nie annimmst - mit Ausnahme Deiner üblen Nachrede im Streber-Artikel ist das noch nie passiert, da ging es allerdings auch wirklich um Deinen Kopf.