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Für *Pressefuzzis

Wenn ein Blinder mit der Klapperschlange

15. Juni 2012
Von Veronika Widmann

Veronika aus Mühldorf am Inn ist Redakteurin bei TONIC

Texte von Veronika
autor@tonic-magazin.de

Veronika Widmann

In Texas geht ein Blinder auf Klapperschlangenjagd, in Hamburg kämpft die Regierung für die Frauenquote und in Europa soll wieder europäischer werden – Teil 14 der TONIC-Presseschau.

Blind und mit Haken bewaffnet auf Klapperschlangenjagd in Texas.

Blind und mit Haken bewaffnet auf Klapperschlangenjagd in Texas.

Dass in einem Kaff in Texas jedes Jahr eine organisierte Klapperschlangenjagd stattfindet, bei der eineinhalb Tonnen Klapperschlangenlaiber ausgebeutet werden, wäre eigentlich schon genug Stoff für eine gute Story. Wenn der Autor der Geschichte nur mit Spiegel und Angelhaken bewaffnet einen Selbstversuch wagt, bekommt sie einen zusätzlichen Dreh. Und wenn dieser Autor dann auch noch blind ist und panische Angst vor Schlangen hat, ist der Skurrilitätsfaktor wohl nicht mehr zu toppen. Von der Beschreibung eines Flughafens aus der Perspektive eines Blinden, über die liebevoll-präzise Charakterisierung seines Bruders bis hin zur eigentlichen Schlangenjagd kann man nicht anders, als immer wieder auf "weiter" zu klicken – die Geschichte zieht sich nämlich über sechs Vice-Seiten. Wer durchhält wird mit Knightons lakonischem Tonfall voller Selbstironie belohnt – und mit Sätzen wie diesen:

"Hi, mein Bruder ist blind und wir sind aus Kanada hierhergekommen. Können wir—?" Dieser Satz lässt sich mit jedem erdenklichen Blödsinn vervollständigen. Denn wer sagt zu einem Behinderten schon gerne Nein. Meine grenzenlose Macht war Mykols neuestes Lieblingsspielzeug."

Lauter verlorene Männer?
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