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Olympische Invasion, gewähltes Kiezdeutsch und die Jugend von heute

14. April 2012
Von Jakob Hinze

Jakob aus Hamburg ist Autor bei TONIC

Texte von Jakob
autor@tonic-magazin.de

Jakob Hinze

Ist das noch Deutsch oder kann das weg?

Wenn die deutsche Sprache sprechen könnte, würde sie sich darüber beschweren, was wir aus ihr gemacht haben? Die hitzige Debatte über den vermeintlichen Niedergang der Sprachkultur wird wieder intensiv geführt, seitdem das sogenannte "Kiezdeutsch" zum Forschungsgegenstand der Germanisten geworden ist. Während die einen darin den fortschreitenden Niedergang des Deutschen erkennen, wollen die anderen bloß "Sachargumente in die hochemotionale Diskussion über die Jugendsprache einbringen".

Letztere Fraktion wird maßgeblich von Heike Wiese vertreten, die kürzlich im Uni Spiegel mit ihrem Plädoyer einer Professorin im Streit erneut nachlegte. Die Besonderheiten des Kiezdeutschen seien keine Fehler, sondern systematische Neuerungen, erklärt sie darin. Dass sie Ausdrücke wie "lassma" und "musstu" nicht als Affront gegen die Schönheit ihrer Muttersprache wertet, sondern als praktikable "Funktionswörter", konnten ihre Gegner noch nie begreifen.

Die Fronten sind verhärtet. Etwas versöhnlich stimmt da das Schlusswort der Sprachforscherin Kerstin Paul, die einem Beitrag von xen.on tv erklärt: "Die Jugendlichen werden das Kiezdeutsch sowieso ablegen, wenn sie erwachsen sind."

Kinder an die Macht
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