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Lupenreine Demokraten, kiffende Bürgermeister und ein weißer Obama

11. März 2012
Von Jakob Hinze

Jakob aus Hamburg ist Autor bei TONIC

Texte von Jakob
autor@tonic-magazin.de

Jakob Hinze

Change they still believe in

Ron Paul

Ron Paul

Der Obama des Jahres 2012 ist weiß, alt, republikanisch und wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit verlieren. Ron Paul, der seinen fünfundsiebzigsten Geburtstag längst hinter sich hat, will so gar nicht passen in das Bild des Hoffnungsträgers. Und doch ist gerade er es, mit dem eine Generation junger Amerikaner den Glauben an echten politischen Wandel verknüpft.

Nicht wenige aus der Schar engagierter junger Bürger, die vor vier Jahren Feuer und Flamme für einen neuen Präsidenten Obama waren, unterstützen heute Paul – und würden ihn, wenn es wirklich zu einem Showdown zwischen jenem und dem Amtsinhaber kommen sollte – anstelle Obamas wählen. Sein Wahlprogramm ist ebenso radikal (Abschaffung der Notenbank Fed, Abzug aller sich im Kriegseinsatz befindenden US-Soldaten) wie ausgesprochen unrepublikanisch.

Bereits vor 24 Jahren trat Paul für die Libertarian Party als Präsidentschaftskandidat an, dieses ist nach 2008 sein zweiter Versuch für eine Partei, in der mit Rick Santorum und anfangs auch Michelle Bachmann ebenfalls zwei Bewerber im Rennen sind, die politisch soweit von Paul entfernt sind wie die Tierschutzpartei von den Violetten. Dass er als solcher keine Chance hat, offenbarte sich diese Woche unmissverständlich am "Super Tuesday", an dem in gleich zehn US-Bundesstaaten Vorwahlen stattfanden. Paul gewann keine. Trotzdem macht er unbeirrt weiter. Warum er das tut – und warum es seines fortgeschrittenen Alters zum Trotz auch diesmal nicht der letzte Versuch sein muss – erklärt der amerikanische Filmemacher Andrew Jenks pointiert in einem Beitrag für MTV:

In many ways, this Ron Paul fervor reminded me of what we saw with Barak Obama in 2008. And, in fact, a number of those voters I've met on the road said they had turned to Paul after becoming disillusioned with Obama over the past three years.


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