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Für *Pressefuzzis

Lupenreine Demokraten, kiffende Bürgermeister und ein weißer Obama

11. März 2012
Von Jakob Hinze

Jakob aus Hamburg ist Autor bei TONIC

Texte von Jakob
autor@tonic-magazin.de

Jakob Hinze

Der Bundestag debattiert kuriose Paragraphen, einer spanischen Kleinstadt ist im Kampf gegen die Verschuldung jedes Mittel recht und der Star des US-Wahlkampfes ist ein notorischer Verlierer. Teil 3 der TONIC-Presseschau

Einsamer Kampf für mehr Demokratie

Wahlplakat der PARTEI

Wahlplakat der PARTEI

"Das letzte Wort in Sachen Sonneborn-Paragraph ist noch nicht gesprochen", wetterte die LINKE-Abgeordnete Halina Wawzyniak schon im Herbst vergangen Jahres in ihrem Online-Blog. Eine Drohung, der Taten folgen sollten. So stand jüngst wieder ein Thema auf der Tagesordnung des Deutschen Bundestages, bei dem nicht nur CDU-Mann Krinks zweimal hinschauen musste: "Stärkung des Rechtschutzes im Wahlrecht durch Einführung der Sonneborn-Regelung" hieß es dort nämlich auf Initiative von DIE LINKE.

Sonneborn? Ganz Recht, eben jener Martin Sonneborn, der vor allem als ehemaliger Chef-Redakteur des Magazins Titanic und Gründer der Partei Die PARTEI ("Mauerbau war schlau") Berühmtheit erlangte, stand mit seinem Namen nun Pate bei einem Antrag, bei dem es um nicht mehr und nicht weniger als die Änderung des deutschen Wahlrechts ging. Dieser war zur Bundestagswahl 2009 mit seiner PARTEI-Partei nicht zugelassen worden, was Wawzyniak nun zu einer Brandrede gegen die schreienden Ungerechtigkeiten des hiesigen Wahlrechts nutzte. Mit rührender Ernsthaftigkeit nahmen sich auch Günter Krinks von der CDU und Jerzy Montag von den Grünen des Themas an und debattierten unter Aufbietung ihres gesamten rhetorischen Vermögens vor fast leeren Parlamentsrängen die Frage, ob es sich das Land auch in Zukunft leisten kann, auf Die PARTEI auf den Stimmzetteln zu verzichten.

Und der Verursacher des ganzen Rumors? Der verlor als einziger Protagonist nicht den Humor und bot Halina Wawzyniak in einem lesenswerten Schreiben die Ehrenmitgliedschaft in Die PARTEI an. Eine hohe Ehre, zumal diese sonst nur Bürgerinnen und Bürgern zuteilwird, die sich "um die deutsche Teilung verdient gemacht haben."

Blühende Landschaften in Spanien
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