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Für *Erdbeerenpflücker

Das gute Leben im eigenen Staat

27. März 2012
Von Anne Kratzer

Anne aus Regensburg ist Autorin bei TONIC

Texte von Anne
autor@tonic-magazin.de

Anne Kratzer

Die Utopien treffen auf die Realität

Kritisch ist "Empire Me" nicht. Damanhur zum Beispiel wird von Aussteigern als mächtige Sekte beschrieben und Sealand war früher Standort illegaler Internetserver. Es könnte leicht eine Datenoase aufbauen, zu der keine Nation der Welt Zugriff hätte.

Immerhin herrschen, wenn man alle bestehenden Probleme einfach ausblendet, auch in Deutschland paradiesische Zustände, dann ist auch das Grundgesetz Manifest einer Utopie. Es geht Poet aber auch gar nicht um eine kritische Auseinandersetzung mit der Frage, inwiefern jenen Mikrostaaten die Verwirklichung ihrer Utopien, des guten Lebens im eigenen Staat, tatsächlich gelingt. Vielmehr will er Alternativen zu unserer Massengesellschaft vorstellen. Der Film konfrontiert den Zuschauer auf kurzweilige, spannende Art mit der Frage ob "die da draußen" alles falsch machen – oder er selbst.

Wen nach dem Film Zweifel an der eigenen Lebenswelt plagen, der kann sich vor den PC setzen und auf der Website von Empire Me, durch einen "Einbürgerungstest" klicken. Über ein paar Fragen ermittelt die Seite dann den individuell passenden Staat und bietet eine Online-Staatsbürgerschaft an.

"Nein Skipper, nein. Es gibt sie nicht die Nationen, die Mächte, es gibt nur die Würde, ganz da bei sich selbst zu sein. Die Utopie, das bist du, das bin ich, der Staat bin ich, die Welt bin ich, das Imperium, alles bin ich. Allein."

Empire Me – Der Staat bin ich!

Regie und Drehbuch: Paul Poet

99 Minuten, Dokumentarfilm


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