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Für *iPhone-Süchtige

Mensch gegen Maschine

5. Januar 2012
Von Alexander Wolff

Alexander aus Lüneburg ist Autor bei TONIC

Texte von Alexander
autor@tonic-magazin.de

Alexander Wolff

Wer im Netz Erfolg haben will, ist auf die Gunst von Google angewiesen. Suchmaschinenoptimierer arbeiten daran, Webseiten besonders schmackhaft zu machen. Früher funktionierten billige Tricks – heute ist es eine Wissenschaft.

Wie muss eine Webseite aussehen, damit Google sie mag? Ein ganzer Berufszweig macht sich darüber inzwischen Gedanken: Search Engine Optimizer (SEOs), zu Deutsch: Suchmaschinenoptimierer. Denn ohne gute Platzierung in den Suchlisten kein Erfolg im Internet. Selbst extrem bekannte Seiten wie "Spiegel Online" bekommen etwa 14 Prozent ihrer Besucher über die Suchmaschine.

Noch viel wichtiger ist Google für Marken, die man weniger mit ihrer Internetseite verbindet: Zur Seite der Baumarktkette Hornbach finden fast 60 Prozent der User über Google, beim Hamburger Abendblatt sind es immerhin 45 Prozent.

Suchmaschinenoptimierung ist deshalb zu einem riesigen Markt geworden. Allein in Deutschland setzt die Branche ein niedriges dreistelliges Millionenvolumen um, schätzt Gerald Engel, Head of SEO-Consulting bei der Hamburger Agentur Testroom.

Weil Google kein Mensch ist, der subjektiv über die Qualität von Suchergebnissen richten kann, braucht die Suchmaschine Fakten, Zahlen und Regeln. Dazu zählt etwa die Anzahl der Erwähnungen eines Suchbegriffs in einem Text. Die Predigten der Deutschlehrer dieser Welt vom abwechslungsreichen Schreiben sind für das Google-Ranking deshalb suboptimal: "Auto", "Baum" und "Haus" werden nun einmal häufiger gesucht, als "Vehikel", "Urwaldriese" oder "Behausung". Nur zu auffällig darf die Keywordhäufung nicht sein. Wer jeden Satz mit "Baum" beginnt, den bestraft der Algorithmus mit einer schlechteren Platzierung.

Weiterlesen auf Seite 2: Wie SEOs Google glücklich machen

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Was Google mag – und was nicht
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