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„In 20 Jahren ist Fußball Frauensport“

7. Juli 2011
Von Anna Appelrath

Anna aus Bonn ist Autorin bei TONIC

Texte von Anna
autor@tonic-magazin.de

Anna Appelrath

Noch vor ihrem Abitur unterschrieb Audrey ihren ersten Profivertrag

Noch vor ihrem Abitur unterschrieb Audrey ihren ersten Profivertrag

Nicht von einem eigenen Kaffeeservice, sondern von einem Leben als Nationalspielerin träumt die 20-jährige Audrey Knopp aus Wesseling. Die hübsche Brünette mit deutsch-französischen Wurzeln hat es von der Hobbyfußballerin zur Erstligistin geschafft. Derzeit steht sie mit ihrem Verein Bayer Leverkusen auf dem 8. Tabellenplatz.

"Als ich kleiner war, habe ich gar kein Fußball geguckt", sagt Audrey, "Ich habe nur gerne auf der Straße gekickt und eines Tages meinte mein Papa: Hast du nicht mal Lust, in einen Fußballverein zu gehen?" Eine Idee, die ihr Leben verändern sollte. Audrey hatte schon früh Talent und Biss. Noch vor ihrem Abitur unterschrieb sie ihren ersten Profivertrag bei Bayer Leverkusen. Fußball ist ein großer Teil ihres Lebens. Sie genießt es, sich beim Training und in Spielen als Außenverteidigerin körperlich zu verausgaben und den Alltag hinter sich zu lassen. "Bei Spielen kann ich mich baumeln lassen", sagt sie.

"Bei mir in der Klasse tanzt schon fast keine mehr Ballett"

Als Kind hat Audrey auch gerne Leichtathletik gemacht, doch waren ihr die Wettkämpfe zu selten und sie hat die Möglichkeit des Mannschaftssports vermisst. Beim Fußball ist das anders: Sie hat immer ihr Team und damit ihren Freundeskreis um sich, mit dem sie auch außerhalb des Fußballplatzes gerne Zeit verbringt. "Wenn es einem nicht so gut geht, fangen die einen wieder auf", erzählt Audrey. Außerdem haben die jungen Frauen auf dem Platz alle das gleiche Ziel: Siegen.

Die Vorzüge des Mannschaftssports weiß auch Lisa zu schätzen: "In meiner Mädchenmannschaft verstehen wir uns alle gut und sind befreundet." Auch Lisas beste Freundin Elena, mit der sie gemeinsam die Schulbank drückt, spielt in ihrem Team. Der Zusammenhalt zwischen den Mädchen ist groß. Wenn sich eine mal beim Spiel verletzt, wird das Siegen nebensächlich: "Dann kommen gleich alle angerannt und wollen helfen."

Vor ein paar Jahren noch spielten nur wenige Mädchen Fussball. Das dies schon längst nicht mehr so ist, kann Lisa auch bestätigen. Immer mehr aus ihrer Altersklasse spielen im Fussballverein. "Bei mir in der Klasse tanzt schon fast keine mehr Ballett, dafür spielen die Mädchen aber Fussball", erzählt sie.

"Ich bin nicht so der Frauenfußball-Fan"
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Kommentare

Lou SaloméAm 21. Juli 2011

Leider hat das mit dem WM-Titel ja nicht geklappt. Trotzdem finde ich nicht, dass Fußball per se noch kein Frauensport ist. Das kommt immer auf dei Gegend drauf an. In einigen Gegenden findet sich noch nicht mal ein Center, dass auf die unterschiedlichen sportlichen Bedürfnisse von Frauen und Männern berücksichtigt. Sobald die Infrastruktur angepasst ist, klappt das auch mit der Gleichberechtigung.